
Eine Stunde geklaut: In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Dann gilt wieder die Sommerzeit. Mit dieser Zeitumstellung haben viele Menschen zu kämpfen und sind die Tage danach müde. Die Tierwelt weiß von dieser Zeitumstellung nichts, deshalb ist sie für Wildtiereein großes Problem. Zu Zeiten, zu denen sonst kaum ein Auto auf der Straße war, sind auf einmal viel mehr Fahrzeuge unterwegs. Genau zu diesen Zeiten sind anfangs auch viele Wildtiere unterwegs, um Nahrung zu suchen zum Beispiel. Deshalb warnt die Polizei vor Wildunfällen in den ersten Tagen nach der Zeitumstellung.
Wildunfälle sind vermeidbar
"Viele Verkehrsteilnehmende unterschätzen die Gefahr in den frühen Morgenstunden nach der Zeitumstellung",
sagt Lisa Kreuzheck, die Leiterin der Direktion Verkehr bei der Kreispolizei Steinfurt.
"Bereits wenige Wochen erhöhter Aufmerksamkeit können helfen, schwere Verkehrsunfälle und Tierleid zu vermeiden."
Durch die dann immer früher aufgehende Sonne verschieben sich nach und nach auch die Dämmerstunden weiter, sodass dann die Tiere nicht mehr gleichzeitig mit den Pendlerinnen und Pendlern auf den Straßen unterwegs sind.
Tipps für die Autofahrt in den kommenden Tagen
Die Polizei rät deshalb für die kommenden Tage und Wochen: Seid besonders aufmerksam entlang von Waldgebieten, Feldern sowie auf wenig beleuchteten Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften! Dort hilft es, die Geschwindigkeit zu reduzieren. Dann kann man auch Fahrbahnränder besser beobachten. Außerdem hilft es, das Fernlicht einzuschalten, wenn es keinen Gegenverkehr gibt.
Wenn ihr mal ein Wildtier seht, bremst ab, hupt und blendet das Fernlicht ab. Vermeidet hektisches Ausweichen, wenn andere Autos in der Nähe sind, sonst könnte es Auffahrunfälle geben.
Sollte es doch einmal zu einem Wildunfall kommen, sollte man die Polizei informieren, die Unfallstelle absichern und wenn möglich das Tier von der Fahrbahn entfernen.