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Unfallbilanz 2025 Steinfurt
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Unfallbilanz 2025 Steinfurt

12.360 Unfälle, elf Tote, 70 % mehr E-Scooter-Verletzte: Die Verkehrsunfallbilanz 2025 der Kreispolizei Steinfurt liefert teils alarmierende Zahlen.

Veröffentlicht: Mittwoch, 11.03.2026 13:13

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Verkehrsunfallbilanz 2025 im Kreis Steinfurt: Weniger Unfälle - doch mehr Verletzte bei E-Scootern und Pedelecs

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Letztes Jahr gab es im Kreis Steinfurt 12.360 Verkehrsunfälle - drei Prozent weniger als im Jahr 2024. Gleichzeitig weist die Unfallstatistik 2025 elf Verkehrstote aus. Der Trend bei Pedelecs bereitet der Polizei wachsende Sorgen: Es gab 70 Prozent mehr verletzte E-Scooter-Fahrerinnen und Fahrer.

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Elf Verkehrstote - Pedelec-Fahrer und Senioren besonders betroffen

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Der Verkehrsunfallbilanz 2025 zufolge starben elf Menschen auf den Straßen des Kreises Steinfurt. Fünf von ihnen saßen auf einem Pedelec, vier waren Senioren über 64. Statistisch sind bei jedem tödlichen Unfall 113 Menschen betroffen - Angehörige, Freunde, Bekannte und Einsatzkräfte. Die Opferschutzbeauftragten der Kreispolizei begleiten die Betroffenen in solchen Situationen.

Die Kreispolizei betont, wie wichtig es ist, mit Fahrradhelm zu fahren und appelliert an alle mit Pedelec, diesen konsequent zu tragen. Ziel ist es außerdem, die Kompetenzen älterer Menschen zur sicheren Teilnahme am Straßenverkehr zu stärken. Die Bilanz zeigt ein gemischtes Bild bei den Verletzten: Die Zahl der Schwerverletzten stieg im Jahr 2025 um fünf Prozent gegenüber dem Jahr 2024 - langfristig ist sie seit 2019 um ein Drittel gesunken. Gegenläufig entwickelte sich die Zahl der Leichtverletzten: von 1.651 im Jahr 2019 auf 1.914 im Jahr 2025, ein Anstieg von 16 Prozent. Als häufigste Unfallursachen bei schweren Personenschäden nennt die Polizei Vorfahrtfehler, zu schnelles Fahren, Ablenkung, Alkohol und Fehler beim Abbiegen und Wenden. Überhöhte Geschwindigkeit bleibt eine der zentralen Unfallursachen - Geschwindigkeitskontrollen im gesamten Kreisgebiet sind daher fester Bestandteil der täglichen Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei.

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E-Scooter, Motorräder und Wild: Neue und bekannte Gefahren

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Der markanteste Anstieg der Bilanz 2025: 70 Prozent mehr verletzte E-Scooter-Fahrerinnen und -fahrer - in absoluten Zahlen 25 zusätzliche Verletzte. Die Kreispolizei appelliert an alle E-Scooter-Fahrenden, rücksichtsvoll zu fahren und sich an die Regeln zu halten. Ausdrücklich im Fokus: Erziehungsberechtigte - denn E-Scooter darf man schon ab 14 fahren. Auf beliebten Motorradstrecken nahmen die Unfälle ebenfalls zu: Die Bilanz weist 109 Motorradunfälle und 100 Verletzte aus - im Jahr 2024 waren es noch 85. 43 der Unfälle waren Alleinunfälle, zwei Drittel davon durch überhöhte Geschwindigkeit verursacht. Die Kreispolizei kündigt weitere Schwerpunktkontrollen auf Motorradstrecken an und weist auf die Pflicht hin, nur technisch einwandfreie Fahrzeuge zu nutzen. Mit rund 2.800 Fällen machen Wildunfälle in der Statistik 23 Prozent aller gemeldeten Unfälle aus - eine stabile Zahl, die dem Langzeitdurchschnitt seit 2017 entspricht. Der „Arbeitskreis Wildunfallprävention" arbeitet weiter daran die Zahl zu senken. Lichtblick: Die Bilanz verzeichnet für das Jahr 2025 keinen einzigen tödlichen Unfall mit einem Kind oder Jugendlichen im Kreis Steinfurt - ein Zeichen für wirksame Präventionsarbeit. Die Kreispolizei setzt auf dauerhafte Arbeit in Kindergärten und Schulen, mit dem langfristigen Ziel, die Zahl der Verletzten weiter zu senken.

Die vollständige Verkehrsunfallbilanz 2025 ist auf der Homepage der Kreispolizeibehörde Steinfurt abrufbar: https://steinfurt.polizei.nrw/artikel/verkehrsstatistik

Fragen zu den Zahlen beantwortet die Führungsstelle Verkehr unter 02551/15-6001.

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Auch in der Region: Verkehrsunfallbilanz 2025 der Polizei Münster

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In Münster gab es letztes Jahr knapp 11.000 Verkehrsunfälle - 3,5 Prozent weniger als im Jahr 2024. Die Zahl der Schwerverletzten sank um zehn Prozent auf 147 Personen. Sorgenkind bleibt der Radverkehr: 983 Radfahrerinnen und Radfahrer verunglückten (+16,5 Prozent), vier davon tödlich. E-Scooter-Unfälle nahmen zu; bei 25 Fällen war Alkohol die Hauptursache. Erfreulich: Pkw-Unfälle gingen um sechs Prozent zurück.

Vollständige Bilanz der Polizei Münster: https://muenster.polizei.nrw/polizeiliche-verkehrsunfallstatistik-4

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