
Rheine: OGS-Zeiten bleiben vorerst unverändert
Seit heute Morgen (Frei., 20.03.) ist es raus: Die zunächst befürchteten gekürzten Betreuungszeiten in der Offenen Ganztagsschule (OGS) in Rheine kommen im Schuljahr 2026/27 vorerst nicht. Die Stadt Rheine hat entschieden, die bisherigen Regelungen zunächst beizubehalten. Für Schulleitungen und vor allem für Eltern wäre eine kurzfristige Umstellung zum 01.08.2026 zu schwer umsetzbar gewesen. Der Schritt der Stadt freut auch Frauke, die zwei Kinder an der Annette-Schule hat.
Das gibt den Familien mehr Zeit, sich auf mögliche Anpassungen einzustellen. Hintergrund ist ein neuer Erlass des Schulministeriums, der ab dem 01.08.2026 eine verbindliche Betreuungszeit von 08:00 bis 16:00 Uhr vorsieht. Eine Betreuung über diese Zeit hinaus bleibt nur bei entsprechendem Bedarf möglich. Die Frühbetreuung vor dem Unterricht soll künftig entfallen. Noch geht die OGS-Betreuung in Rheine bis 16:30 Uhr und startet schon als Frühbetreuung vor dem Unterricht.
Aktueller Stand der Stadt Rheine
Nach Angaben der Stadt Rheine fiel die Entscheidung nach Gesprächen mit Schulleitungen. Dabei ging es unter anderem um die Kurzfristigkeit der geplanten Änderungen, die schwierige Kommunikation gegenüber Eltern und um die Frage, wie ein zusätzlicher Betreuungsbedarf rechtssicher begründet werden müsste. Für das kommende Schuljahr (2026/27) wird es deshalb keine Veränderung der Betreuungszeiten geben.
Kritik von Eltern und Stadtschulpflegschaft wirkt
Die geplante Kürzung der OGS-Zeiten in Rheine hatte deutliche Kritik ausgelöst. Eltern befürchteten Probleme bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, vor allem bei Vollzeitbeschäftigung. Besonders der Wegfall der Frühbetreuung und ein mögliches Betreuungsende schon um 16:00 Uhr hätten viele Familien organisatorisch stark belastet. Auch die Stadtschulpflegschaft Rheine hatte die Pläne kritisiert und auf mögliche finanzielle und organisatorische Folgen hingewiesen. Eine von Eltern gestartete Petition fand ebenfalls Unterstützung und wir von RADIO RST haben das Thema aufgegriffen. Mit der jetzigen Entscheidung verschafft die Stadt den Familien zunächst mehr Planungssicherheit, sagt Frauke.

