
Mehr Schutz für Mensch und Natur: Kreis Steinfurt investiert in den Lengericher Canyon
Der Kreis Steinfurt hat die Wege für die Besucherinnen und Besucher im „Lengericher Canyon“ neu gestaltet. Ziel: Mehr Sicherheit für Besucherinnen Besucher und besserer Schutz für die Natur.
Veröffentlicht: Mittwoch, 18.03.2026 07:38
Das Naturschutzgebiet „Steinbruch im Kleefeld" in Lengerich ist ein beliebtes Ausflugsziel im Tecklenburger Land. Der ehemalige Kalksteinbruch zieht mit seinem türkisblauen See und steilen Felswänden viele Besucherinnen und Besucher an. Seltene Tiere und Pflanzen finden hier auf dem Kalkmagerrasen einen einzigartigen Lebensraum.
Viele Besucher haben in der Vergangenheit Wege verlassen und Absperrungen durchbrochen. Landrat Sommer erklärt: „Nicht jeder hat realisiert, dass er in einem Naturschutzgebiet ist." Dazu kam ein Sicherheitsproblem: Lengerichs Bürgermeister Schilling berichtet: „Es ist ein Steinbruch, man kann sich verletzen. Die Feuerwehr musste Personen immer wieder retten."
Was der Kreis Steinfurt investiert hat
Neue Beschilderungen, Absperrungen und Zäune sollen das Betreten von Steilhängen und das Baden im See verhindern. Die drei Aussichtsplattformen „Canyon Blick", „Ziegenhütte" und „Kleeberg" haben neue Absturzsicherungen und Informationstafeln erhalten. Neu ist außerdem eine QR-Code-gesteuerte Audiotour über Flora, Fauna und Industriegeschichte.
Die Bezirksregierung Münster hat rund 70 Prozent der Kosten übernommen. Die Lenkungsmaßnahmen kosteten insgesamt 27.300 Euro, die Absturzsicherungen weitere 70.000 Euro. Sebastian Schmidt von der Bezirksregierung begründet die Förderung: „Wir wollen dieses Gebiet dauerhaft sichern - die gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, aber auch die Schönheit der Natur für nachfolgende Generationen."