
Mitten im Tarifkonflikt zieht Lufthansa die Notbremse. Der Konzern nimmt 27 ältere Cityline-Jets aus dem Betrieb. Auch bei der Kernmarke Lufthansa werden ältere Langstreckenflugzeuge stillgelegt. Lufthansa nennt zwei Hauptgründe: Hohe Kerosinpreise und die Kosten der Streiks. Vor allem alte Flugzeuge verbrauchen viel Treibstoff. Deshalb will der Konzern schneller sparen als geplant. Die Gewerkschaften Ufo und Vereinigung Cockpit kritisieren die Entscheidung deutlich. Der Streit im Tarifkonflikt verschärft sich damit weiter. Gleichzeitig gehen die Streiks bei Lufthansa und Cityline weiter.
Folgen für Flüge und den FMO
Die bisherigen Cityline-Flüge sollen im Lufthansa-Netz ersetzt werden. Trotzdem sind Flugausfälle, weniger Verbindungen und Streckenstreichungen möglich. Das gilt auch für Zubringerflüge. Am Flughafen Münster-Osnabrück, dem FMO, bleiben Flüge nach München weiter möglich. Eine Sprecherin des FMO erklärte auf RADIO RST-Nachfrage, Lufthansa werde die Verbindung auch künftig anbieten.
Unsichere Zukunft für Beschäftigte
Für viele Mitarbeiter bleibt die Lage angespannt. Lufthansa bietet Anschlussjobs an und will über einen Sozialplan verhandeln. Betroffen sind rund 800 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter sowie etwa 500 Piloten.