
Münsterland: Azubis zieht es öfter ins Ausland
Immer mehr Auszubildende im Münsterland wollen während ihrer Ausbildung Erfahrungen im Ausland sammeln. Die Nachfrage steigt deutlich: Nach Angaben der IHK Nord Westfalen führte sie im Jahr 2025 insgesamt 317 Beratungsgespräche zu Auslandspraktika - fast ein Viertel mehr als im Jahr davor. Am Ende kamen 164 Auslandsaufenthalte zustande. Das ist ein Plus von mehr als einem Drittel. Für viele Azubis ist so ein Aufenthalt mehr als nur ein Ortswechsel. Sie lernen andere Arbeitsweisen kennen, verbessern ihre Sprachkenntnisse und sammeln Erfahrungen, die ihnen später im Beruf helfen. Gleichzeitig profitieren auch die Betriebe. Sie zeigen, dass sie Ausbildung modern denken und jungen Menschen zusätzliche Chancen bieten.
Malta, Dänemark und Portugal besonders gefragt
Am häufigsten zog es Azubis aus der Region 2025 nach Malta. Dorthin gingen 30 Auslandsaufenthalte. Dahinter folgen Dänemark mit 22 sowie Portugal und Spanien mit jeweils 18 Aufenthalten. Aber auch Ziele wie Kanada, Japan, Australien oder Brasilien spielen für Azubis aus dem Münsterland eine Rolle. Nach IHK-Angaben nutzen inzwischen 139 Betriebe das Angebot regelmäßig. Für Unternehmen können Auslandspraktika ein echter Pluspunkt sein. Sie zeigen damit, dass sie Ausbildung modern denken und jungen Menschen zusätzliche Chancen bieten. Nach Einschätzung der IHK kann das helfen, im Wettbewerb um Azubis attraktiver zu werden. Gleichzeitig bringen die Jugendlichen oft neue Eindrücke, mehr Selbstständigkeit und zusätzliche Sprachkenntnisse mit zurück in den Betrieb.