
Im Kreis Steinfurt sind seit Jahresbeginn sechs Hantavirus-Fälle gemeldet worden. Das Virus wird hier nicht von Mensch zu Mensch übertragen, sondern meist über Ausscheidungen von Nagetieren. Der Kreis Steinfurt hat die Zahl auf Anfrage von RADIO RST bestätigt. Das Thema sorgt für Aufmerksamkeit, weil es zuletzt auch Berichte über das Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff gab. Für den Kreis Steinfurt gilt: Die hier gemeldete Variante verbreitet sich nicht von Mensch zu Mensch.
So kommt es zu einer Ansteckung
Eine Hantavirus-Infektion entsteht oft beim Aufwirbeln von Staub. Das passiert zum Beispiel beim Fegen von Garagen, Kellern oder Schuppen. Auch beim Stapeln von Kaminholz kann ein Risiko bestehen. Das Virus gelangt über Urin, Kot oder Speichel von Nagetieren in die Umgebung.
Diese Schutzmaßnahmen sind wichtig
Das Gesundheitsamt empfiehlt, Nagerbefall rund um Wohnhäuser zu vermeiden. Lebensmittel sollten sicher gelagert werden. Wer Keller, Garage oder Schuppen reinigt, sollte vorher gut lüften. Wichtig sind außerdem Handschuhe und eine FFP2- oder FFP3-Maske. Staub sollte möglichst nicht aufgewirbelt werden.
Warum der Fall auf dem Kreuzfahrtschiff anders ist
Beim Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff ging es um das Andesvirus. Diese Hantavirus-Variante kann in seltenen Fällen von Mensch zu Mensch übertragen werden. Das ist nicht mit den aktuellen Hantavirus-Fällen im Kreis Steinfurt gleichzusetzen.